Zu allen hier aufgeführten Berufen finden Sie detaillierte Informationen beim
Bundesinstitut für Berufsbildung www.bibb.de --> Bundesinstitut für Berufsbildung


 

A. Die Ausbildung im dualen System: Betrieb - Berufsschule


In Deutschland wird die berufliche Ausbildung einerseits von den Betrieben und andererseits durch die staatlichen berufsbildenden Schulen getragen. Diese Ausbildung sichert die Vermittlung von praxisbezogenen beruflichen Fertigkeiten und überbetrieblich gültigen beruflichen und allgemein bildenden Kenntnissen und Fertigkeiten. Berufliche Bildung findet also an den zwei Lernorten statt: Betrieb und Berufsschule (duales System).

Die Berufsschule gliedert sich in die Grundstufe (1. Ausbildungsjahr) und die Fachstufen (zweites, drittes und evtl. viertes Ausbildungsjahr).

Folgende Berufe werden am
Standort Berliner Ring 28, 31303 Burgdorf (Zentrale)
ausgebildet:

 

Berufsfeld Fahrzeugtechnik

  • Berufskraftfahrer / -in
  • Fahrradmonteur / -in
  • Fahrzeugpfleger/-in
  • Kraftfahrzeugmechatroniker / -in Schwerpunkt Motorradtechnik
  • Kraftfahrzeugmechatroniker / -in Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik
  • Kraftfahrzeugmechatroniker / -in Schwerpunkt Pkw-Technik
  • Kraftfahrzeugmechatroniker / -in Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik
  • Mechatroniker/in für Land- und Baumaschinentechnik
  • Mechaniker / -in für Reifen- und Vulkanisationstechnik
  • Zweiradmechatroniker/-in mit dem Schwerpunkt Motorradtechnik
  • Zweiradmechatroniker/-in mit dem Schwerpunkt Fahrradtechnik

Berufsfeld Gesundheit

  • Medizinische/r Fachangestellte/r
  • Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r

Berufsfeld Holztechnik

  • Tischler/in

Berufsfeld Körperpflege

  • Friseur/in

Sonstige anerkannte Ausbildungsberufe

  • Eisenbahner/in im Betriebsdienst
  • Fachkraft im Fahrbetrieb
  • Servicefahrer/in
  • Werkstatt für Menschen mit Handicap

 

Folgende Berufe werden am
Standort Vor dem Celler Tor 74, 31303 Burgdorf (Handelslehranstalt (HLA)
ausgebildet:

 
Berufsfeld Wirtschaft:

  •  Automobilkauffrau / -mann
  • Kauffrau / -mann für Spedition und Logistikdienstleistung
  • Kauffrau / -mann für Verkehrsservice
  • Kauffrau / -mann im Einzelhandel
  • Verkäufer / -in
  • Kauffrau / -mann im Groß- und Außenhandel
  • Tankwart / -in

 

B. Die Ausbildung in der Berufsschule

Der Berufsschulunterricht läuft je nach Ausbildungsdauer des Berufes zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. In der Grundstufe dauert der Unterricht 18 Std pro Woche und in den Fachstufen jeweils 9 Stunden pro Woche. Der Unterricht wird in den meisten Berufen in Teilzeitform angeboten, d.h. im 1. Ausbildungsjahr findet er an zwei Tagen in der Woche und in den folgenden Ausbildungsjahren an einem Tag pro Woche statt. In wenigen Berufen mit einem größeren Einzugsbereich findet Blockunterricht statt, d. h. der Unterricht wird in zusammenhängenden Zeitabschnitten von mehreren Wochen im Wechsel mit mehreren Monaten betrieblicher Ausbildung angeboten.

Der Besuch der Berufsschule ist für alle Auszubildenden (ohne Altersbegrenzung!) gemäß dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und dem Nds. Schulgesetz (NSchG) verpflichtend. Hierfür wird die / der Auszubildende von ihrem / seinem Ausbildungsbetrieb freigestellt.

Der Unterricht umfasst gemäß den Bestimmungen folgende Lernbereiche (die Lernfelder werden hier nicht genannt):

Berufsübergreifender Lernbereich mit den Fächern:

  • Deutsch / Kommunikation
  • Englisch / Kommunikation
  • Politik
  • Sport
  • Religion bzw. Werte und Normen

Berufsbezogener Lernbereich mit den jeweiligen Lernfeldern

Der Unterricht findet handlungsorientiert statt. Handlungsorientierung in der Berufsschule bedeutet: Welche Situationen sind die für die Berufsausübung bedeutsam? Die beruflichen Handlungen werden in der Berufsschule möglichst selbst ausgeführt oder aber gedanklich nachvollzogen (simuliert). Handlungen werden möglichst selbständig geplant, durchgeführt, überprüft, korrigiert und bewertet.

Lernfelder sind thematische Einheiten, die sich an den Tätigkeitsfeldern des jeweiligen Berufes orientieren.

Aufgrund der Wirtschaftsstruktur unseres Einzugsgebietes sind die Handwerksbetriebe, vertreten durch die einzelnen Innungen, unsere bedeutendsten Ausbildungspartner. Bei der Kreishandwerkerschaft Burgdorf - ein Zusammenschluss von einzelnen Innungen - oder bei der Handwerkskammer Hannover (HWK Hannover) erhalten Ratsuchende ebenso Auskünfte über das Angebot an Ausbildungsplätzen wie bei der Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK Hannover). Das Jobcenter bei der Region Hannover oder die Agentur für Arbeit in Burgdorf und Lehrte bieten ebenfalls Informationen und Beratungen an.

Etwa nach der Hälfte der Ausbildungszeit findet eine Zwischenprüfung statt, die bereits in vielen Berufen als Teil der sogenannten „gestreckten Abschlussprüfung“ gilt.

Am Ende der Ausbildung legen die Auszubildenden vor den zuständigen Kammern (z.B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Ärztekammer usw.) oder Innungen eine praktische und theoretische Abschlussprüfung ab.

Nach bestandener Prüfung erhalten die Auszubildenden je nach Ausbildungsberuf den Facharbeiterbrief oder den kaufmännischen Gehilfenbrief. Von der Berufsschule erhalten die Auszubildenden in Verbindung mit den oben erwähnten Zertifikaten den Sek I -Realschulabschluss bzw. mit entsprechendem Notendurchschnitt den Erweiterten Sek I - Abschluss.

In der Wirtschaft rechnen Fachleute in den kommenden Jahren mit folgenden Entwicklungen:

  • Rückgang unqualifizierter Arbeitsplätze
  • schneller Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft
  • Veränderungen in der Arbeitsorganisation (Prozessorientierung)
  • ganzheitliche Aufgabenwahrnehmung
  • Kundenorientierung

Darauf bereiten wir Sie in einer Berufsausbildung vor. Daher ist es vorgeschrieben, dass Sie neben Ihrer Ausbildung im Betrieb auch zur Berufsschule kommen!