Lernen, das berührt – Geschichte verstehen, Haltung entwickeln im beruflichen Gymnasium
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Was bedeutet Erinnerung für unser eigenes Leben? Und wie entsteht Empathie in einer vielfältigen Gesellschaft?
Für die Oberstufenschüler*innen der beruflichen Gymnasien wurde das beim Besuch der Journalistin und Autorin Charlotte Wiedemann spürbar erfahrbar – weit über klassischen Unterricht hinaus.
Im Vorfeld setzten sich die Schüler*innen intensiv mit ihrem Buch „Den Schmerz der Anderen begreifen“ auseinander. Die Fragen darin waren herausfordernd, persönlich und hochaktuell: Wessen Leid sehen wir? Wem hören wir zu? Und was hat Erinnerungskultur mit Verantwortung heute zu tun? Gerade für eine Schülerschaft mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten eröffnete dies neue Perspektiven – kritisch, respektvoll und verbindend.
Der Besuch von Charlotte Wiedemann machte diese Arbeit lebendig. Ihre Berichte aus internationalen Gedenkorten, ihre Offenheit im Gespräch und der direkte Dialog mit rund 200 Schüler*innen der beruflichen Gymnasien Wirtschaft und Technik sowie der anderen Oberstufen Burgdorfs zeigten, wie Lernen dann wirkt, wenn es Lebensweltbezug hat. Moderiert von engagierten Schülerinnen entstand ein Raum für echte Fragen, differenziertes Denken und respektvollen Austausch.
Möglich wurde das durch das große Engagement der beteiligten Lehrkräfte, die bewusst außerschulische Lernorte, externe Partner und Autor*innen einbinden, um Themen greifbar zu machen. So wird Geschichte nicht abstrakt vermittelt, sondern als Teil unserer Gegenwart und unserer Verantwortung erfahrbar.
Das Feedback der Schüler*innen war klar: Die Veranstaltung hat den Unterricht vertieft, ergänzt und Sinn gestiftet. Genau das ist unser Anspruch.
BBS Burgdorf – wir holen die Welt in die Schule, damit Lernen fürs Leben wirkt.



